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QN Europe ist dem zweitgrößten Direktvertriebsverband der beigetreten.

Network Karriere 04.2021
Network Karriere 04.2021

Hochzufrieden zeigten sich die Verantwortlichen von QN Europe darüber, dass der Antrag des Unternehmens auf Mitgliedschaft in der Fédération de la Vente Directe (FVD) im Rahmen einer Tagung am 2. März 2021 angenommen wurde. Um Mitglied der FVD werden zu können, musste QN Europe sicherstellen, dass sein Geschäftskonzept den sogenannten „Code of Ethics“ (ethischen Standards) der FVD entspricht. Dieser Kodex regelt die Beziehungen zwischen den Direktvertriebs- Unternehmen und ihren Kunden sowie unabhängigen Vertriebspartnern und stellt gleichzeitig sicher, dass es keine Fallstricke gibt, die Branchenneulinge aufgrund mangelnder Erfahrung übersehen könnten.

Entsprechend stolz auf das Erreichte zeigt sich QN Europe General Manager Jérôme Hoerth: „Unser Beitritt zur FVD ist ein wichtiger Meilenstein in unserer noch sehr jungen Unternehmensgeschichte.“ Als leistungsstarke Organisation ist die FVD der zweitgrößte Direktvertriebs- Verband der Welt und Mitglied des europäischen Direktvertriebs-Verbands Seldia: „Das sichert den Draht zur EU nach Brüssel.“ QN Europe sieht in seiner neuen Mitgliedschaft eine zusätzliche Chance auf Wachstum. Frankreich ist als eines der Top-10-Direktvertriebs-Länder weltweit Markt Nummer eins des Innovators mit Sitz im südhessischen Bensheim. Da bleibt lediglich die Frage, warum sich Hoerth & Co. nicht um eine Mitgliedschaft beim Bundesverband Direktvertrieb e. V. (BDD) bemühen. Freundlicherweise stand uns Jérôme Hoerth für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Network-Karriere: Warum lag der Fokus von QN Europe auf der Fédération de la Vente Directe? Jérôme Hoerth: Weil die französische DSA tatsächlich etwas bewegt! In enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen zuständigen Behörden wirkt die FVD an der den Direktvertrieb betreffenden Gesetzgebung mit. Dass Direktvertrieb in den Schulen in Frankreich als Business Model gelehrt wird, haben wir der FVD zu verdanken. Ich habe ihre Entwicklung während der letzten zehn Jahre hin zur Nummer zwei der Welt beobachtet. Da wurde sehr viel richtig gemacht und deswegen war es eine unserer Top-Prioritäten, FVD-Mitglied zu werden. Als Innovator, der den Direktvertrieb modernisieren will, ist uns die Anpassung der Gesetze für digitales Business wichtig. Kunden und Geschäftspartner sind gleichermaßen zu schützen. Auch diesbezüglich fühlen wir uns hier sehr gut aufgehoben.

NK: Liegt Ihre Präferenz auch daran, dass Sie selbst Franzose sind? Jérôme Hoerth: Als Franzose, der selbst schon einige Jahre im französischen Direktvertrieb tätig war, wusste ich um die Power der FVD. Deswegen war es mir wichtig, dass wir dieses Jahr FVD-Mitglied werden und als Teil des französischen Markts dort und auch global an der Entwicklung unserer Industrie mitwirken. Das Ganze war aus meiner Sicht ein vollkommen logischer Schritt.

NK: Wieso ist QN Europe nicht Mitglied des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland e. V. (BDD)? Immerhin sitzt der Großteil der QN Europe Mitarbeiter in Deutschland. Jérôme Hoerth: Der BDD steht auf unserer Agenda. Nur wollen wir als Mitglied nicht einfach nur unseren jährlichen Mitgliedsbeitrag zahlen, sondern aktiv an der Gestaltung der Marktregularien in den Ländern mitwirken, in denen wir Mitglied des jeweiligen Direktvertriebs-Verbands sind. Gerade während der Corona-Pandemie ist dieses Business-Modell so stark geworden, dass der zuständige Verband über gute Beziehungen zu den zuständigen Behörden verfügt, um dort, wo nötig, Einfluss auf die Änderung von Bestimmungen nehmen zu können. In Zeiten von Corona stoßen Bestellscheine aus Papier an ihre Grenzen. Hier bedarf es schneller Änderungen und Akteure anstelle Bürokratie und politischen Taktierens.

NK: Welche Schritte sind als nächstes für QN Europe geplant? Jérôme Hoerth: Wir wollen auch Mitglied des italienischen Direktvertriebs-Verbands AVEDISCO werden, weil Italien einer unserer Top-5-Märkte ist. Diesbezüglich stecken wir in der heißen Vorbereitungsphase, damit das Ganze noch vor dem Sommer über die Bühne gehen kann. Analog zu unserem großen Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre einer der Big Player in Europa zu werden, beabsichtigen wir zusätzlich noch Mitgliedsunternehmen bei der Seldia zu werden. Wir sehen unsere Rolle auch weniger als Nur-Mitglied, sondern als Mitwirkender. Gerne würden wir dabei unterstützen, die To-do-Liste nötiger Anpassungen des Direct Selling Business-Modells Punkt für Punkt zum Nutzen aller Beteiligten abzuarbeiten.

NK: Sie sprechen in diesem Zusammenhang davon, den Direktvertrieb zu modernisieren und die Gesetze für digitales Geschäft anzupassen. Was dürfen wir uns darunter vorstellen? Jérôme Hoerth: Nehmen Sie die elektronische Unterschrift mal als Beispiel. Sie können einen 100.000- Euro-Kredit online beantragen und elektronisch unterschreiben, aber in vielen Direktvertrieben läuft der Kauf einer 40-Euro Tagescreme über Bestellscheine aus Papier mit zwei Durchschlägen. Solch ein Kauf sollte aber in deutlich weniger als einer Minute möglich sein. Hier gilt es anzusetzen und die Prozesse und Zahlungsmethoden zu modernisieren.

NK: Sie haben die Kooperation mit FISKA Est fixgemacht. Worum geht es dabei? Jérôme Hoerth: Bei FISKA Est handelt es sich um eine französische, auf Direktvertrieb spezialisierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Wir freuen uns sehr, dass wir FISKA Est als Kooperationspartner gewinnen konnten, weil unsere französischen Vertriebspartner von dieser Zusammenarbeit profitieren werden. Diese Wirtschaftsprüfungsgesellschaft steht nur den Unternehmen offen, die den Code of Ethics der FVD entsprechend am Markt agieren. So können wir unseren Independent Representatives (IR) in Frankreich ein Rundum-sorglos-Paket in Sachen Sozialabgaben, Buchhaltung, Steuererklärungen inklusive einer telefonischen Hotline anbieten. Die IR sind dabei von Anfang an auf der sicheren Seite und können sich voll und ganz auf den Aufbau ihres Geschäfts konzentrieren.

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